Eine Lebensentscheidung
Seit zwanzig Jahren trägt Pflegedienstleiterin Jessica Mannes (rechts) dazu bei, dass pflegebedürftige Menschen ein möglichst selbstbestimmtes und würdevolles Leben führen können. Zu ihrem Dienstjubiläum gratulierte ihr Anna Hafner, Einrichtungsleiterin im Caritas-Seniorenheim Dietfurt, und überreichte ihr im Namen des Caritasdirektors Alfred Frank eine Urkunde. Foto: Caritas-Seniorenheim Dietfurt
Für Jessica Mannes ist es ein Weg, für den sie sich zunächst zwar nicht bewusst entschieden, den sie aber nie bereut hat. Ihr Motto lautet "Der Weg ist das Ziel", denn "die größte Motivation für mich ist es, wenn sich ein Bewohner mit einem Lächeln bedankt. Dann weiß ich, dass das, was ich gemacht habe, gut war", betont sie lächelnd.
Nach der Hauptschule 2004 war der Berufswunsch der Jugendlichen noch nicht festgelegt: "Alle, die nicht wussten, was sie werden wollten, gingen ins Haus Sankt Marien nach Neumarkt, eine Berufsfachschule für Sozialpflege, um die Mittlere Reife nachzuholen. Hier kam die Schülerin durch berufsbezogene Praktika erstmals mit den Abläufen im Pflegeheim ihrer Heimatstadt in Berührung. Schon bald war ihr klar: "Der Umgang mit älteren Menschen liegt mir". Ihr Entschluss eine Ausbildung zur Altenpflegerin zu starten, stand bald fest. Da die Ausbildungsstelle in Dietfurt schon besetzt war, absolvierte Jessica Mannes ihre Lehre bei der Caritas im Seniorenheim in Berching.
Nachdem sie ihren Berufsweg in Deining fortgesetzt hatte, klingelte Ende Oktober 2010 überraschend das Telefon. Bis ins Detail ist ihr der Anruf bis heute im Gedächtnis geblieben. Klaus Knaus, der damalige Einrichtungsleiter des Dietfurter Hauses bat sie, in sein Team zu wechseln. Ab Februar 2011 begann die Berufslaufbahn der jungen Frau, die mit keinem anderen Beruf der Welt tauschen möchte. Palliativausbildung, Bereichsleitung, jetzt Gerontopsychiatrische Fachkraft und seit 2020 Pflegedienstleitung.
Trotz all dieser Karriereschritte steht für die Pflegefachfrau Verständnis und Mitgefühl im Umgang mit älteren Menschen sowie die kollegiale Zusammenarbeit mit ihren Pflegekräften an vorderster Stelle. Gefragt nach ihrem Fazit nach zwei Jahrzehnten Beruf in der Pflege antwortet Mannes: "Es ist eine Aufgabe, bei der man zwar robust sein und mit Stress umgehen muss, die für mich aber nach wie vor sinnstiftend ist. Es freut mich sehr, dass ich meine Begeisterung für diesen Beruf im Familien- und Freundeskreis weitergeben konnte. Auch meine Mutter und meine Schwester sind inzwischen in der Altenpflege tätig."